
In den letzten Tagen erreichen uns viele Fragen zum neuen Heizungsgesetz und zur heutigen Pressekonferenz.
Vor allem geht es immer wieder um diese Punkte:
Die kurze Antwort:
Ja, es soll mehr Spielraum bei Öl und Gas geben – aber eine regenerative Sanierung bleibt in vielen Fällen trotzdem die sinnvollere und planbarere Lösung.
Nach den veröffentlichten Eckpunkten will die Koalition das bisherige Heizungsgesetz reformieren. Die bisherige 65%-Vorgabe soll entfallen, und Öl- und Gasheizungen sollen grundsätzlich wieder möglich sein. Gleichzeitig ist aber vorgesehen, dass ab 2029 ein Anteil klimafreundlicher Brennstoffe eingesetzt werden muss (Stichwort „Bio-Treppe“). (ZDFheute)
Wichtig ist dabei:
Das ist aktuell der politische Eckpunktestand. Die genaue Ausgestaltung kommt erst mit dem konkreten Gesetzestext. (ZDFheute)
Für die Praxis entscheidend ist:
Die Förderung für klimafreundliche Heizungen soll nach den bisherigen Aussagen weiterlaufen, und die aktuelle KfW-Förderung (Zuschuss 458) ist weiterhin die maßgebliche Grundlage für die Beratung. (KfW)
Die KfW nennt aktuell unter anderem:
• daraus ergibt sich bei voller Ausschöpfung ein sehr attraktiver Zuschussrahmen. (KfW)
Außerdem wichtig für die Antragstellung:
Die KfW weist ausdrücklich darauf hin, dass die Förderung unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel steht und der Antrag vor Vorhabenbeginn gestellt werden muss. Der Vertrag mit dem Fachunternehmen muss eine entsprechende Förderklausel enthalten. (KfW)
Hier ist aus unserer Sicht der wichtigste Punkt für Eigentümer:
Nur weil Öl- und Gasheizungen wieder leichter zulässig sein sollen, heißt das noch lange nicht, dass sie auf Dauer die bessere Lösung sind.
Bei fossilen Energien spielen nicht nur Marktpreise eine Rolle, sondern auch die CO₂-Bepreisung (umgangssprachlich sagen viele „Ökosteuer“ dazu).
Für 2026 startet im nationalen Emissionshandel die Versteigerungsphase – mit einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂, später ergänzt durch einen Festpreisverkauf. Das wirkt sich auf fossile Energieträger wie Gas und Heizöl aus. (Umweltbundesamt)
Heißt in der Praxis:
Auch wenn die Heizung technisch erlaubt ist, können die Betriebskosten in den nächsten Jahren weiter steigen.
In den Eckpunkten ist vorgesehen, dass neue fossile Heizungen künftig schrittweise mit klimafreundlicheren Brennstoffen betrieben werden müssen („Bio-Treppe“). Das klingt auf dem Papier erstmal nach einer Lösung. In der Realität stellen sich aber viele Fragen:
Genau deshalb ist diese Schiene für viele Haushalte aktuell schwer kalkulierbar – und damit für eine langfristige Investitionsentscheidung oft deutlich unsicherer als eine regenerative Lösung. (ZDFheute)
Die Förderung bleibt nach aktuellem Stand auf klimafreundliche Heizsysteme ausgerichtet. Gleichzeitig sind Eigentümer mit einer regenerativen Lösung oft besser aufgestellt, wenn es um:
Wer heute über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte die Entscheidung nicht nur nach dem Motto „Was ist wieder erlaubt?“ treffen.
Viel wichtiger ist die Frage:
Was ist für mein Gebäude in den nächsten 10–20 Jahren wirtschaftlich, sinnvoll und planbar?
Deshalb empfehlen wir:
Die politische Richtung bringt mehr Spielraum bei Öl und Gas – aber das allein ist noch kein wirtschaftlicher Vorteil.
Durch steigende CO₂-Kosten, unsichere Preisentwicklungen bei fossilen Energien und die in der Praxis schwer planbaren Bio-/Grüngasvorgaben bleibt eine regenerative Sanierung in vielen Fällen weiterhin die sinnvollere Entscheidung.
Wer jetzt strukturiert plant, kann sich die aktuell geltenden Fördermöglichkeiten sichern und eine Lösung wählen, die auch in ein paar Jahren noch gut passt.
Schneider Haustechnik
Bahnhofsplatz 1
57368 Lennestadt
Telefon: 02721 2585
Telefax: 02721 600198
buero@schneider-haustechnik.com
www.schneider-badkino.com